Trauringe – Allergien

Trauringe bestehen in der Regel aus einer Vielzahl an Materialien. Die genaue Zusammensetzung kennen in der Regel nur die Hersteller selbst und manche hüten diese wie ein Firmengeheimnis. Trotzdem gibt es einige Metalle, die regelmäßig in den Legierungen für Trauringe vorkommen. Auf welche Stoffe der menschliche Körper allergisch reagieren kann ist ganz individuell. Nach EU-Vorschriften ist jedoch das früher oft verwendete Nickel verboten. Es dürfen also nur noch sogenannte Spurenelemente dieses Materials in einer Legierung für Trauringe enthalten sein.

Goldlegierungen: Außer dem Gold, sind oftmals noch Palladium, Kupfer, Mangan, Silber, Aluminium vorhanden

Trauringe – Goldfarben

Die Bezeichnung „Gold“ beruht ursprünglich auf der gelblichen Farbe des Edelmetalls. Neben dem bekannten Gelbgold werden Trauringe jedoch auch durch Zugabe verschiedener Legierungszusätze in Rotgold, Weißgold, Graugold oder Kombinationen aus diesen Legierungen hergestellt.

Rotgold entsteht durch Zugabe eines erhöhten Kupferanteils, beim Weiß- und Graugold sind insbesondere Palladium und in manchen Fällen auch Mangan für die Farbveränderung verantwortlich. Der Unterschied zwischen Weiß- und Graugold liegt in der Nuancierung der Grautöne. Während der Palladiumanteil beim Weißgold bei ca. 4-5% liegt, enthält Graugold etwa 15% von diesem Edelmetall.

Trauringe – Legierungen

Legierungen sind Materialmischungen. Da Edelmetalle in der Regel recht weiche Materialien sind, werden diese durch Zugabe bestimmter anderer Metalle in einem Materialgemisch „gehärtet“. Die Legierungszusätze können neben der Härte auch andere Eigenschaften wie die Dehnbarkeit oder auch die Farbe beeinflussen.

In Deutschland sind die folgenden Goldlegierungen üblich: 333er (33,3% Goldanteil enthalten), 375er (37,5%), 585er (58,5%) und 750er (75%). Platin und Palladium werden derzeit etwas uneinheitlich als 500er, 585er, 600er oer 950er angeboten

Generell wird die Allergiegefahr minimaler, je hochkarätiger das Material ist. Zusätzlich werden die Farben umso intensiver, je mehr Edelmetall enthalten ist. Allerdings ist ein geringerer Goldgehalt nicht zwangsläufig mit mehr Härte des Materials verbunden, da es hierbei vor allem auf die Anzahl der für die Härte zuständigen Zusatzstoffe ankommt.

Trauringe – Materialien

Trauringe gibt es heutzutage in den verschiedensten Materialien. Wurden Trauringe bis in die 90er Jahre meist aus Gelbgold hergestellt, dominieren heutzutage eher mehrfarbige Trauringe. 

Ein sehr klassisches Material für Trauringe ist Platin. 

Mit dem starken Anstieg der Edelmetallpreise ab ca. 2008 wurde nach preiswerteren Alternativmaterialien für Trauringe gesucht. Neben dem klassischen Gold als Material für Trauringe, werden Eheringe heute vielfach auch aus Palladium hergestellt. Trauringe aus Palladium können dabei trotzdem zweifarbig sein, z.B. durch Kombination mit Gold in unterschiedlichen Goldfarben.

Andere Materialien für Trauringe sind z.B. Edelstahl, Titan, Keramik oder Wolfram (engl. Tungsten), welche ebenfalls kombiniert mit Edelmetallen, z.B. verschiedenen Goldfarben möglich sind.

Trauringe – Die Farbechtheit des Ringmaterials

Wenn das Material der Ringschiene innen wie außen gleichfarbig ist, spricht der Fachmann von durchlegierten Trauringen. Das bedeutet, dass  z.B. ein Weißgoldring auch nach jahrelangem Tragen und mit stark abgenutzter Oberfläche weiß bleibt.

Mehrfarbige Trauringe werden demzufolge aus unterschiedlich farbigen Ringteilen zusammengesetzt.